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Freitag 28. August 2015 - 21:00 Uhr
Jost-Keller-Kubach-Johnson

Hermann Keller – piano
Ekkehard Jost – bariton sax
Kubi Kubach – bass
Zam Johnson – drums, percussion

Die Vier haben sich vor einiger Zeit zu gemeinsamen Konzerten zusammengefunden hat, um sich in einer musikalischen Sprache zu artikulieren, die sie selbst als „Grenzgängermusik“ bezeichnen. Dabei geht es ihnen um nicht mehr und nicht weniger als um die Überwindung der Grenzen zwischen zwei im allgemeinen streng gegeneinander abgeschotteten musikalischen Terrains: der akademischen und gewöhnlich mit „E“ apostrophierten Neuen Musik einerseits, und dem zeitgenössischen Jazz andererseits. Die Mitwirkenden der „Connection“ erscheinen für derartige Grenzgänge bestens gerüstet. Sie kommen aus unterschiedlichen Regionen des musikalischen Universums, sind jedoch jederzeit bereit und in der Lage, die eingefahrenen Gleise des in „Szenen“ sortierten Musiklebens zu verlassen. Der in Zeitz geborene und in Berlin lebender Pianist und Komponist Hermann Keller, wird gewöhnlich dem „klassischen“ Lager zugerechnet, ist aber zugleich seit langem auf der Jazzszene präsent. Den aus Breslau, Hamburg und Berlin stammenden Baritonsaxophonisten, Komponisten und Musikwissenschaftler Ekkehard Jost zählt man im allgemeinen zur Fraktion der „Jazzer“, was ihn jedoch nicht daran hindert, seinen musiksprachlichen Aktionsradius von Fall zu Fall weit über die Grenzen des Jazz hinaus auszudehnen. Kontrabassist „Kubi“ Kubach, aufgewachsen am Prenzlauer Berg und am Anfang seiner Laufbahn vor allem dem Jazzrock zugeneigt, wurde später u. a. im Trio des Pianisten Uli Lenz international bekannt, arbeitet jedoch ebenso in verschiedenen ‚ethnisch‘ orientierten Gruppen. Zam Johnson, aus Los Angeles stammender und in Berlin lebender Multi-Perkussion ist schwerpunktmäßig zwar auf den Jazz zentriert, zugleich jedoch ist er als Maler, Komponist avantgardistischer Filmmusiken und Schöpfer bizarrer Plastiken aktiv. Das Quartett spielt eine Musik jenseits stilistischer Schubladen, offen nach allen Seiten des musikalischen Universums – eigene Kompositionen, folkloristische Materialien und freie Improvisationen auf der Basis minimaler Absprachen. Das wichtigste jedoch bei alledem: das Quartett spricht in einer eigenen und unverwechselbaren musikalischen Sprache. Zu den wesentlichsten Gestaltungsprinzipien dieses Kollektivs von Individualisten gehört improvisatorische Spontaneität, ein waches und genaues Aufeinander-Reagieren, ein gehöriges Quantum an rhythmischer Energie und das Streben nach klanglicher Vielfalt und Originalität. ~ Ekkehard Jost, 26.6.2015

In Zusammenarbeit mit dem Jazzkeller 69 e.V.
Mehr Info unter jazzkeller69.de

Freitag 28. August 2015 - 21:00 Uhr
NOVILLA – Hasselwerder Straße 22, 12439 Berlin
Reservierung/info: moving poets 030-60988584 / 01773154530 oder lutz(at)movingpoets.org