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23. Juni - 17. September

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Ein hoffnungslos optimistisches Kunstprojekt

Exhibition, Sound, Light, Video, Music, Performance & Installation.
Freitag-Sonntag 15-18 Uhr, zu Veranstaltungen & nach Vereinbarung.

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Mit freundlicher Unterstützung des Bezirksamtes Treptow-Köpenick, Fachbereich Kultur und
Museen und der Partnerschaft für Demokratie Schöneweide mit Mitteln des Bundesministeriums
für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“

Mehr Info unter ELYSIUM


Freitag 8. September | 20:00

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Insomnia Brass Band

Anke Lucks – Posaune
Almut Schlichting – Baritonsaxophon
Hampus Melin – Schlagzeug

Posaune, Baritonsaxophon, Schlagzeug – in dieser ungewöhnlichen Instrumentierung spielen drei Berliner MusikerInnen mit der Idee einer Miniatur-Brass-Band. Durch die tiefen Instrumente entsteht ein voluminöser Klang, durch die kleine Besetzung Klarheit und Offenheit.

Im Frühjahr 2017 erhielt die Band ein Arbeitsstipendium des Berliner Senats. In der intensiven Probenarbeit haben die MusikerInnen einen gemeinsamen Sound und neue Arrangements für das von Lucks und Schlichting komponierte Repertoire entwickelt. Die Stücke der Insomnia Brass Band sind formal einfach und benutzen collagenhafte Versatzstücken verschiedener jazzverwandter Genres. Improvisatorische Überraschungen und Risikofreudigkeit sind dabei für das Spielkonzept der Band essentiell.

Die Inspiration zu den Kompositionen für die Insomnia Brass Band gewinnt Almut Schlichting aus Basslinien und Grooves von Bands wie The Meters und Red Hot Chili Peppers. Anke Lucks formt ihre Stücke parallel zu Texten in der literarischen Tradition des „stream of consciousness“, die durch ihren Rhythmus den Melodieverlauf beeinflussen. Die beiden Musikerinnen kombinieren dabei die Erfahrungen, die sie in den groovenden Bläsersections von Bands wie Le Sorelle Blu, Rotfront und ?Shmaltz! gesammelt haben, mit der offenen Spielhaltung ihres Jazz-Backgrounds.

Mit seinem durchsichtigen und unkonventionellen Schlagzeugspiel fügt Hampus Melin diesen Kompositionen eine neue Dimension hinzu. Der schwedische Schlagzeuger ist aus verschiedenen musikalischen Kontexten bekannt. Er spielt momentan in mehreren Klezmerbands (z.B. Daniel Kahn and The Painted Bird) in Jazzensembles um die Pianistin Fee Stracke und bei Inszenierungen des Gorki Theaters.

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Sonntag 10. September 2017 | Einlass: 15:00 Beginn: 15:30

Kellers Sassoon Duo

Sassoon / Kellers

Julie Sasson – piano
Willi Kellers – drums

Dieses Duo ist eine transzendente Einheit fast meditativer Improvisationen. Lyrische Melodien und perkussive Ausbrüche, die sich mit Schlagzeugrhythmen aus Bartoks oder Strawinskys Welt überlagern, Jazz, Afrika, Wildheit wechseln mit sehr leisen, fast unhörbaren atmosphärischen Sequenzen ab.

Julie Sassoon kommt aus der Klassik, hat eine Ausbildung als Konzertpianistin und ist über den Jazz zur improvisierten Musik gekommen.

Willi Kellers hat, neben unzähligen Größen des Jazz, mit Keith Tippett und Marylin Crispell gespielt, und Julie steht diesen beiden mit ihrer ungeheuren Emotionalität in nichts nach.

In Zusammenarbeit mit Jazzkeller69 e.V. und Unterstützung der Bundeszentrale für politische Bildung und des Kulturamts Treptow-Köpenick.
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Freitag 15. September 2017 | 17-22 Uhr

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FINALE #1 - Ein hoffnungslos optimistisches Kunstprojekt

Exhibition, Sound, Light, Video, Music, Performance & Installation.

A New Mythology – Albena Baeva
Future Memories – Morgan Lugo
matrix of possibilities: life AD 2120 – Mark Swysen
Konzept Elysium – Dario Zeo, Simon Wyss, Manuel Köchli
Elysium – Andrès Fabiàn Lasagni & Ralf Hentrich
It came from outer space – Poul Weile
Eisenhaltige Diamanten – Coral Penelope Lambert
Schöneweideskop – Şenol Kazak
elysischeDialektik- -HaftanstaltRummelsburg – Juliane Duda
the big sleep – Richard Rabensaat
Konzert – OHM

Mit freundlicher Unterstützung des Bezirksamtes Treptow-Köpenick, Fachbereich Kultur und
Museen und der Partnerschaft für Demokratie Schöneweide mit Mitteln des Bundesministeriums
für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“

Mehr Info unter ELYSIUM


Samstag 16. September 2017 | 15-22 Uhr

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FINALE #2 - Ein hoffnungslos optimistisches Kunstprojekt

Exhibition, Sound, Light, Video, Music, Performance & Installation.

Golden Lemons Battery Bar – Ronald Koch
Unterwasserpoesie – Joy Lohmann, Alfredo Sciuto
Eisenguss Team Elysium – A. Glaser, L. Glaser, Glidden,
Lugo, Lambert, Munz, Roewer, Wozniak
Die Sonntags Big Band Reunion - 17 Uhr
Paul Schwingenschlögls Counterblast – 20 Uhr

Mit freundlicher Unterstützung des Bezirksamtes Treptow-Köpenick, Fachbereich Kultur und
Museen und der Partnerschaft für Demokratie Schöneweide mit Mitteln des Bundesministeriums
für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“

Mehr Info unter ELYSIUM


Samstag 16. September 2017 | 19 Uhr

Paul Schwingenschlögl & Baba Dango

Paul Schwingenschlögls Counterblast ~ Finale ELYSIUM-Projekt

Armando Carillo, Paul Schwingenschlögl – trumpet, flügelhorn
Jan von Klewitz – alto sax
Helmut Forsthoff – tenorsax
Rainer Bachmann – guitar
Antonis Anissegos – wurlitzer
„Kubi“ Kubach – bass
Zam Johnson – drums
Arsène Cimbar – percussion
Baba Dango – vocals


Die „Insel der Seligen“ wurde schon vor 38 Jahren abgerissen. Damals musste das Kino „Elysium“ gleich neben der Hasselwerder Villa (heute die Heimat des internationalen Zentrums für Kunst NoVilla) Platz machen für die Lagerung von Industriemüll.
Doch als Idee ist das „Elysium“ unzerstörbar: in der griechischen Mythologie heißt so das Ziel … an das Helden entrückt werden, die Außerordentliches geleistet haben.
Ein Paradies und Jenseits – und eine Zukunftsvision zugleich.


In diesem Sommer: von Juni bis September ist das „Elysium“ wieder zurück in Oberschöneweide: in und rund um die No-Villa wird in einem hoffnungslos optimistischen Kunstprojekt an der Zukunft gearbeitet.
Klar ist dabei nur: ein künftiges, am Gemeinwohl orientiertes Elysium kann nicht auf der Ausbeutung von Flora, Fauna und anderen Menschengruppen aufbauen. Es arbeitet mit bereits vorhandenen Materialien, Gezeiten, Elementen, ist beweglich, steuerbar und anpassungsfähig – eher ein Segelboot mit Mannschaft als eine statische „Insel der Seligen“.

Zur Finissage des ELYSIUM-Projekts steigt im NoVilla JazzCafé ein besonders Konzert mit dem Ensemble COUNTERBLAST, das der Wiener/Berliner Komponist Paul Schwingenschlögl schon Anfang des Jahrtausends erstmals zusammenstellte.
Die Richtung dieses „Gegenschlags“ ist klar: gegen die Verengung der Blickwinkel, gegen Grenzen im Denken und gegen die Grenzen, die schon real geworden sind.
Für die Vielfalt der Dimensionen, für Improvisationslust und Engagement und kunstvoll arrangierte Präsizion.
Für das Zusammenleben in Europa und Afrika, Amerika, Asien und Australien.
Für das Elysium in Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft.

In Zusammenarbeit mit Jazzkeller69 e.V. und Unterstützung der Bundeszentrale für politische Bildung und des Kulturamts Treptow-Köpenick.
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Sonntag 17. September 2017 | 15-17 Uhr

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FINALE #3 - Ein hoffnungslos optimistisches Kunstprojekt

Exhibition, Sound, Light, Video, Music, Performance & Installation.

NACHHALLA:
Lesung von Robert Berg
Performance ( 2. Aufführung der
Mottenmusik von Gerhard Haug ) – Brianne Curran

Mit freundlicher Unterstützung des Bezirksamtes Treptow-Köpenick, Fachbereich Kultur und
Museen und der Partnerschaft für Demokratie Schöneweide mit Mitteln des Bundesministeriums
für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“

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Sonntag 24. September 2017 | Einlass: 15:00 Beginn: 15:30

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Frank Gratkowski Duos

Frank Gratkowski – alto sax, clarinet, bass clarinet
Sebi Tramontana – trombone
Simon Nabatov – piano

Lesung: Steve Dalachinsky + Yuko Otomo
Moderation: Christian Broecking

Steve Dalachinsky | an-interview-with-yuko-otomo

In Zusammenarbeit mit Jazzkeller69 e.V. und Unterstützung der Bundeszentrale für politische Bildung und des Kulturamts Treptow-Köpenick.
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Donnerstag 5. Oktober 2017 |19.00 Uhr

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Eröffnung der 4. Schöneweider Herbstlese
Jutta Voigt liest aus "Stierblutjahre"

Zwischen Distanz, Skepsis und Hedonismus: »Die Boheme des Ostens«.

Im Mittelpunkt steht eine Boheme, die ein elementares Interesse verfolgte: das andere Leben. In den frühen DDR-Jahren mit rebellischem Elitebewusstsein und Aufbruchspathos, zunehmend kritisch und reformerisch in den Siebzigern, distanziert bis gleichgültig in den Achtzigern. Die Künstler – von Brecht bis Müller, von Hacks bis Wawerzinek, von Thalbach bis Schlesinger – wollten nur eins: als Individuen existieren, unkontrolliert sie selber sein dürfen. Besonders in den zerfallenden Mietshäusern des Prenzlauer Berg in Berlin, aber auch in Leipzig, in Dresden, in Halle entwickelte sich eine subkulturelle Szene zwischen Distanz, Skepsis und Hedonismus. Jutta Voigt wird in diesem Meisterwerk zur Chronistin derer, die das richtige Leben suchten. Radikal, humorvoll, oft betrunken und immer leidenschaftlich.
„Wo hört das Journalistische auf und fängt das Literarische an? Fließende Übergänge gibt es allenfalls bei den großen Namen wie Tucholsky, Kisch und Djuna Barnes – auf diese Empore gehört auch der Name Jutta Voigt.“ NDR
„Ein Bohemien ist ein Mensch, der aus der großen Verzweiflung heraus, mit der Masse der Mitmenschen innerlich nie Fühlung gewinnen zu können, ... drauf losgeht ins Leben, mit dem Zufall experimentiert, mit dem Augenblick Fangball spielt und der allzeit gegenwärtigen Ewigkeit sich verschwistert.“ Erich Mühsam.

Jutta Voigt, geboren in Berlin, Studium der Philosophie an der Humboldt-Universität, Redakteurin, Essayistin und Kolumnistin bei den Wochenzeitungen Sonntag, Freitag, Wochenpost und Zeit. 2000 Theodor-Wolff-Preis. Bei Aufbau erschienen: „Der Geschmack des Ostens. Vom Essen, Trinken und Leben in der DDR“, „Westbesuch. Vom Leben in den Zeiten der Sehnsucht“, „Spätvorstellung. Von den Abenteuern des Älterwerdens“ und zuletzt: „Stierblutjahre. Die Boheme des Ostens“ und „Verzweiflung und Verbrechen. Menschen vor Gericht“.

»Jener Westen, der über aller Wirklichkeit schwebte, diese Welt voll herrlicher Dinge, die keinen Preis hatten – dieser Westen war die Erfindung des Ostens.« Jutta Voigt
Anschl. Gespräch mit der Autorin und Buchverkauf



Sonntag 22. Oktober 2017 | Einlass: 15:00 Beginn: 15:30

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BAUER 2

Conny Bauer – trombone
Louis Rastig – piano

Beide spielen seit vielen Jahren immer wieder im Duo und sind Meister der Improvisation.
Ihr musikalischer Dialog ist von Spielfreude, Neugier und einer klaren Dramaturgie gekennzeichnet bei der jeder seinem ureigenen Stil treu bleibt.
Conny Bauer und Louis Rastig waren auch über viele Jahre Mitglieder der Band „Bauer 4“, in der sie zusammen mit dem Posaunisten Johannes Bauer und dem Bassisten Matthias Bauer spielten.

Conny Bauer, geboren 1943, ist einer der bedeutendsten europäischen Posaunisten und zählt zu den Protagonisten des Freejazz in der DDR.
Er spielte u.a. in der „Modern Soul Band“, mit „FEZ“, „Doppelmoppel“ und dem „Zentralquartett“.
Seit 1974 fasziniert er sein Publikum mit Solo-Performances. Tourneen führten ihn durch ganz Europa, die USA, Japan und Südamerika, wo er mit Musikern wie Louis Moholo, William Parker, Peter Brötzmann u.a. auftrat. Bauer wurde für seine Musik bereits vielfach ausgezeichnet.

Louis Rastig, geboren 1987, ist Komponist und Pianist in den Bereichen AvantgardeJazz/Rock, improvised music und Filmmusik.
2012 initiierte er in Berlin das „A L´ARME!“-Festival, dessen künstlerischer Leiter er seitdem ist.
Er spielte bereits mit zahlreichen international-renommierten Improvisationsmusikern, wie z.B. Paul Lovens, Johannes Bauer, Joe McPhee, Silke Eberhard, Paal Nilssen-Love, Mette Rasmussen, Michael Zerang u.a.

Podiumsgespräch:
Christoph Dieckmann / N. N.

Moderation: Lutz Längert

In Zusammenarbeit mit Jazzkeller69 e.V. und Unterstützung der Bundeszentrale für politische Bildung und des Kulturamts Treptow-Köpenick.
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