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Schöneweide - Fotografien von Janina Wick

Mittwoch 6. Dezember | Vernissage: 18:00

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Die Ausstellung Schöneweide in Moving Poets NOVILLA zeigt Portraits von Jugendlichen, welche zwischen 2014 und 2017 in Berlin-Schöneweide entstanden sind.

"Die besondere Situation, in der die Jugendlichen hier aufwachsen, hat mich fasziniert. Der einstige Industriestandort Schöneweide bietet heute viele Freiflächen entlang der Spree“, so die Fotografin Janina Wick. „Diese Orte werden von den Jugendlichen genutzt, um sich in großen Gruppen zu treffen und unter sich zu sein.“ Janina Wick

Seit einigen Jahren schon beschäftigt sich die Fotografin in ihren Portraitserien mit dem Thema Jugend. "In Erinnerung an meine eigene Jugend, versuche ich dieser Zeit nachzuspüren, in der große Erwartungen und Enttäuschungen, Euphorie und Verunsicherung, Neugierde und Langeweile so nah beieinander lagen.“

www.janinawick.com

Ausstellung bis 10. Dezember 2017

Öffnungszeiten: Donnerstag - Sonntag 15 - 18 Uhr, bei Veranstaltungen und nach Vereinbarung (Mobil 0177-3154530, E-Mail info@movingpoets.org).

Diese Projekt wird unterstützt vom Bezirksamt Treptow-Köpenick, Fachbereich Kultur und Museen.


Sonntag 10. Dezember | 16 Uhr

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Hard Rock, Metal und Blues Rock session von QuasiModo, VOX IRA & special Guest Kon Sameti.

Am 2. Advent gibt's was auf die Ohren!
QuasiModo mit eigenem neuen Material und VOX IRA, die sich erfolgreich durch einige Bandcontest-Wettbewerbe gesungen haben nun zusammen live im Novilla. Dazu als special Guest: Kon Sameti mit Blues Rock und mehr. Freut Euch auf ein paar Stunden HardRock, Metal and Blues Rock.

Eintritt frei - wir freuen uns über Spenden für die Novilla.


Freitag 26. Januar 2017 | 19.00 Uhr

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Zum Nachholtermin für die am 5. Oktober wegen des Sturmtiefs "Xavier" ausgefallenen Eröffnung der 4. Schöneweider Herbstlese liest Jutta Voigt aus ihrem 2016 im Aufbau Verlag erschienenen Buch Stierblutjahre.

Zwischen Distanz, Skepsis und Hedonismus: »Die Boheme des Ostens«.

Im Mittelpunkt steht eine Boheme, die ein elementares Interesse verfolgte: das andere Leben. In den frühen DDR-Jahren mit rebellischem Elitebewusstsein und Aufbruchspathos, zunehmend kritisch und reformerisch in den Siebzigern, distanziert bis gleichgültig in den Achtzigern. Die Künstler – von Brecht bis Müller, von Hacks bis Wawerzinek, von Thalbach bis Schlesinger – wollten nur eins: als Individuen existieren, unkontrolliert sie selber sein dürfen. Besonders in den zerfallenden Mietshäusern des Prenzlauer Berg in Berlin, aber auch in Leipzig, in Dresden, in Halle entwickelte sich eine subkulturelle Szene zwischen Distanz, Skepsis und Hedonismus. Jutta Voigt wird in diesem Meisterwerk zur Chronistin derer, die das richtige Leben suchten. Radikal, humorvoll, oft betrunken und immer leidenschaftlich.
„Wo hört das Journalistische auf und fängt das Literarische an? Fließende Übergänge gibt es allenfalls bei den großen Namen wie Tucholsky, Kisch und Djuna Barnes – auf diese Empore gehört auch der Name Jutta Voigt.“ NDR
„Ein Bohemien ist ein Mensch, der aus der großen Verzweiflung heraus, mit der Masse der Mitmenschen innerlich nie Fühlung gewinnen zu können, ... drauf losgeht ins Leben, mit dem Zufall experimentiert, mit dem Augenblick Fangball spielt und der allzeit gegenwärtigen Ewigkeit sich verschwistert.“ Erich Mühsam.

Jutta Voigt, geboren in Berlin, Studium der Philosophie an der Humboldt-Universität, Redakteurin, Essayistin und Kolumnistin bei den Wochenzeitungen Sonntag, Freitag, Wochenpost und Zeit. 2000 Theodor-Wolff-Preis. Bei Aufbau erschienen: „Der Geschmack des Ostens. Vom Essen, Trinken und Leben in der DDR“, „Westbesuch. Vom Leben in den Zeiten der Sehnsucht“, „Spätvorstellung. Von den Abenteuern des Älterwerdens“ und zuletzt: „Stierblutjahre. Die Boheme des Ostens“ und „Verzweiflung und Verbrechen. Menschen vor Gericht“.

»Jener Westen, der über aller Wirklichkeit schwebte, diese Welt voll herrlicher Dinge, die keinen Preis hatten – dieser Westen war die Erfindung des Ostens.« Jutta Voigt
Anschl. Gespräch mit der Autorin und Buchverkauf.

Eintritt 5 € / ermäßigt 3 €

Foto: Milena Schlösser

Die Schöneweider Herbstlese wird in Kooperation von der Espressobar Lalü, der PEAK Buchhandlung, dem Industriesalon Schöneweide, der Stadtbezirksbibliothek Treptow-Köpenick und Moving Poets Berlin veranstaltet.

Wir danken dem Aufbau Verlag für die gute Kooperation.

Mit freundlicher Unterstützung des Berliner Autorenlesefonds und des Bezirksamtes Treptow-Köpenick, Amt für Weiterbildung und Kultur, Fachbereich Kultur und Museen.